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December 10 2013

Erinnerst du dich noch an die Natur?

• Blog des Tages: → Newspaper Blackout. Statt mit einem leeren Blatt anzufangen, nimmt sich der texanische Dichter Austin Kleon eine Zeitung und einen dicken Filzstift und eliminiert die Worte, die er nicht braucht.

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Remember Nature?

Erinnerst du dich?

 

• Das → Center for PostNatural History befasst sich mit der Weiterentwicklung von Wissen über das komplexe Zusammenspiel zwischen Kultur, Natur und Biotechnologie. Das “PostNatural” bezieht sich auf Lebewesen, die durch Verfahren wie selektive Züchtung oder Gentechnik verändert wurden. (robertogreco) | Schöne → kosmische Nebel. (damncoolpictures) |

• 1966: Hilfe in der Not. Viele Bibliothekare glauben, dass Computer → das einzige Mittel sind, mit den überbordenden Buchregalen effektiv umzugehen. (shorpy) | Filmstars in (weitgehend) → stillen Augenblicken: Fotos von Bob Willoughby (1927-2009). (everyday-i-show) | “Wenn ich diese drei Romane lese, kann ich → die Welt beherrschen.” (atompunk)

• Man kann das Rad sehr wohl neu erfinden…: Ackeem Ngwenya, er studiert Innovation Design Engineering am Londoner Royal College of Art, kennt eines der grössten Probleme seines Heimatlands Malawi – es gibt praktisch keine Strassen. Also hat er → das strassenlose Rad erfunden. (gajitz) |

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• …und man kann auch etwas für das Rad neu erfinden. Zum Beispiel den unsichtbaren Fahrradhelm:

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• Abbey Road, 1969: Die Beatles, → auf dem Rückweg. | 1960: Che Guevara → beim Ententanz in einem Kindergarten in Schanghai. | 1940er Jahre: Eine Britin benutzt einen → Bomb Grabber, um eine nicht gezündete Brandbombe aufzunehmen. | (historicaltimes) | 1955: Frank Zappa, → ohne Bart. (tsutpen)

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• Und: Evolutions-Akzelerator aktivieren!

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Tags: Anfänge

October 16 2013

Das Gummibärchen (Remix)


Animierte Gummibärchen von Curtis Lawrence zur Musik von A.A. Kurtz:




Dazu passend eine zeitlose Gummibärchen-Eloge von 1981. Die Originalfassung ist mit der Schreibmaschine geschrieben. Ich hatte damals schon einen Rechner mit dem schönen Namen Genie I, aber Drucker waren noch außerhalb der Reichweite.

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DAS GUMMIBÄRCHEN
Ansätze zu einem tieferen Verständnis

Freilebende Gummibärchen gibt es nicht. Man kauft sie in Packungen an der Kinokasse. Dieser Kauf ist der Beginn einer fast erotischen und sehr ambivalenten Beziehung Gummibärchen - Mensch. Zuerst genießt man. Dieser Genuß umfaßt alle Sinne. Man wühlt in den Gummibärchen, man fühlt sie. Gummibärchen haben eine Konsistenz wie weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfindung geht auch ins Sexuelle.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass das Verhältnis zum Gummibärchen ein Geschlechtliches wäre, denn prinzipiell sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gummibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen genau an der Grenze. Auch das macht sie spannend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende Art weich. Und da sie weich sind, kann man sie ziehen.

Ich mache das sehr gerne.

Ich sitze in dunklen Kinos und ziehe meine Gummibärchen in die Länge, ganz langsam. Man will sie nicht kaputtmachen, und dann siegt doch die Neugier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält. (Vorstellbar wären unter anderem Gummibärchen-Expander für Kinder und Genesende). Forscherdrang und gleichzeitig das Böse im Menschen erreichen einen Höhepunkt, wenn sich die Mitte des gezerrten Bärchens durch Millionen von Mikrorissen weiß färbt und gleich darauf das zweigeteilte Stück auf die Finger zurückschnappt. Man hat Macht über das hilflose Gummibärchen. Und wie man damit umgeht: Mensch, erkenne dich selbst!

Nun ist es so, dass Gummibärchen ja nicht gleich Gummibärchen ist. Ich bevorzuge das herkömmliche Gummibärchen, künstlich gefärbt und aromatisiert. Mag sein, dass es eine Sentimentalität ist. Jedenfalls halte ich nichts von neuartigen Alternativ-Gummibärchen ohne Farbstoff (”Mütter! Mit viel Vitamin C”).

Die nächste prickelnde Unternehmung ist das Kauen des Gummibärchens. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Man könnte zubeißen, läßt aber die Spannung noch steigen. Man quetscht das nasse Gummibärchen zwischen Zunge und Gaumen und glibscht es durch den Mund. Nach einiger Zeit beiße ich zu, oft bei nervigen Filmszenen. Es ist eine animalische Lust dabei. Was das Schmecken angeht, wirken Gummibärchen in ihrer massiven Fruchtigkeit sehr dominierend. Zigaretten auf Gummibärchen schmecken nicht gut.

Eine meiner Lieblingsphantasien, wo es um Gummibärchen geht, ist der Gummibär. Ich will einen riesigen Gummibären. Jeder wahre Gummibärchen-Fan wird mich verstehen. Ebenfalls phantasieanregend können sie eingesetzt werden zum Aufbau von Orgiengruppen-Modellen oder als Demonstrationsobjekt für wirbelose Tiere. Abgesehen von dem diabolischen Lustgewinn müßte man die Bärchen gar nicht zerreißen. Sie sind ja durchscheinend. Zu behaupten, dass sich im Gummibärchen das Wesen der Dinge offenbare, finde ich keinesfalls gewagt. Wer schon einmal über einem roten Gummibärchen meditiert hat, weiß von diesen Einsichten.

Wenn ich das Kino verlasse oder einfach die Packung leergegessen ist, habe ich meist ein Gefühl, als hätte mir einer in den Magen getreten. Hier schlägt die gesteigerte Intensität ins Negative um, in den Überdruß. In dichter und geraffter Form spiegelt sich im Verhältnis zum Gummibärchen eine menschliche Love-Affair wider. Nie wieder ein Gummibärchen, denke ich jedesmal. In der Zwischenzeit lächle ich dann über diesen Absolutheitsanspruch, den diese Momente erheben. Schon zu Hause beunruhigen mich wieder Gerüchte über einen Marktvorstoß der Japaner mit Gummireis oder Gummischweinchen. Und wieder und wieder geht es mir durch den Kopf: Gummibärchen sind geil.

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Tags: Anfänge
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Soup.io will be discontinued :(

Dear soup.io fans and users,
 
today, we have to share very sad news. Soup.io will stop working in less than 10 days. :(
 
It's breaking our heart and we honestly tried whatever we could to keep the platform up and running. But the high costs and low revenue streams made it impossible to continue with it. We invested a lot of personal time and money to operate the platform, but when it's over, it's over.
 
We are really sorry. Soup.io is part of the internet history and online for one and a half decades.
 
Here are the hard facts:
- In 10 days the platform will stop working.
- Backup your data in this time
- We will not keep backups nor can we recover your data
 
July, 20th, 2020 is the due date.
 
Please, share your thoughts and feelings here.
 
Your Soup.io TEAM
Reposted bydotmariuszMagoryannerdanelmangoerainbowzombieskilledmyunicorntomashLogHiMakalesorSilentRulebiauekjamaicanbeatlevuneserenitephinangusiastysmoke11Climbingpragne-ataraksjisauerscharfArchimedesgreywolfmodalnaTheCrimsonIdoljormungundmarbearwaco6mieczuuFeindfeuerDagarhenvairashowmetherainbowszpaqusdivihindsightTabslawujcioBateyelynTabslaensommenitaeliblameyouHalobeatzalicexxxmgnsNorkNorkarthiimasadclownsurprisemeTriforcefemiMalikorCyamissiostrablackmoth7KorewapluePstrykMarcoDWdesperateeeSalvator84100sunslamnedIntezupkazproszkuLarryGreenSkyoutofmyheadyannimsmall-idea-colliderdrfredxmascolaradeinneuerfreundnothingiseverythingnothingiseverything

August 08 2013

Das womöglich älteste Katzenvideo der Welt

Dieser Film von 1894 ist eine der frühesten kinematographischen Aufnahmen, die in Thomas Edisons Filmstudio Black Maria entstanden sind. Der Produzent William Kennedy Dickson sah sich veranlasst, der Welt zwei boxende Katzen vorzuführen. Mehr als ein Jahrhundert vor YouTube beherrschten Katzen bereits die bewegten Bilder.

Ob es sich dabei um den ersten Katzen-Clip der Welt handelt, ist nicht ganz klar. 1872 wettete der kalifornische Eisenbahnbaron und Rennpferdebesitzer Leland Stanford (er begründete die Stanford University) mit einem skeptischen Freund, ob ein galoppierendes Pferd immer mindestens einen Huf am Boden oder ob es, wovon Stanford überzeugt war, kurzzeitig alle vier Hufe in der Luft hat.

Zur Klärung beauftragte Stanford den Photographen Eadweard Muybridge aus San Francisco, der mehrere der neuartigen photographischen Apparate in einer Reihe aufstellte und nacheinander auslöste, während ein Pferd vorbeigaloppierte (Stanford gewann die Wette). Die dabei entstandenen Bewegungsstudien gelten als Vorläufer des Films. Auf einer dieser Reihenaufnahmen von 1887 ist eine Katze zu sehen:

August 06 2013

Ich bin der Neue hier

Anlegestelle eines Fahrgastschiffs unweit der hiesigen Bloggerei.

Anlegestelle eines Fahrgastschiffs unweit der hiesigen Bloggerei.

 

Mein Name ist Peter Glaser, ich bin Schriftsteller und als erstes würde ich Ihnen gern erzählen, wie ich zum Bloggen gekommen bin.

1978 sass ich das erste Mal vor einem Computer. Ein Freund hatte mir gesagt, er habe einen zu Hause. Das war damals sehr ungewöhnlich. Es war, wie wenn jemand zu einem sagt: Ich habe übrigens einen Antischwerkraftgenerator im Keller.

Medien waren zu dieser Zeit etwas, das konsumiert wurde. Es gab einen Sender, eine Redaktion, einen Verlag, und man selbst war der Empfänger. Das war die festgelegte Richtung. Als ich vor dem kleinen Computer sass, war das für mich eine Mischung aus einem Fernseher und einer Schreibmaschine. Es war sensationell. Ich konnte jetzt etwas tippen und es war sofort im Fernsehen! Ich war begeistert – und genau wie ich, sind in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten hunderte Millionen Menschen von dieser Begeisterung erfasst worden. Man kann nicht mehr nur zusehen und zuhören und lesen. Man kann etwas tun.

In den Achtzigerjahren gab es erste Computernetze, die von Amateuren über das Telefonnetz aufgebaut wurden. Irgendwann hatte ich die Idee, dass man mit Hilfe dieser neuen Kommunikationsmittel gemeinsam mit anderen Menschen Tagebuch schreiben könnte. Das Interessante daran war: Man müsste nicht mehr warten, bis solche Texte gedruckt wären. Man könnte sie sofort lesen, als Nachrichten. Als eine Alternative zur Weltsicht der Nachrichtenagenturen.

Das Tagebuch ist eine offene, ungezwungene Form, die jeder benutzen kann. Auch wenn es ein Journal ist, muss man sich nicht an journalistische Formen halten. Man kann experimentieren, einfach drauflosschreiben oder bemerkenswerte Fundstücke sammeln, wie ich es in der Zwischenzeit gern tue (davon hier bald sehr viel mehr).

Damals war ich immer ein kleines bisschen wütend, wenn ich abends die Hauptnachrichten im Fernsehen sah. Ein Sprecher sass da und sagte sozusagen: Guten Abend, ich bin die Wirklichkeit. Ich sass dann da gegenüber und dachte: Aber ich bin doch auch die Wirklichkeit! Ich habe genauso was zu erzählen.

Und dann gab es mit dem Computer auf einmal die Möglichkeit, das auch tatsächlich zu tun. Ich nannte das Projekt „Europäisches Tagebuch”. 1992 gab es einen entscheidenden Anlass, mit diesem Tagebuch im Netz anzufangen. Zu dieser Zeit war Krieg im ehemaligen Jugoslawien. In der kroatischen Hauptstadt Zagreb gab es einen holländischen Friedensaktivisten, der sich Wam Kat nennt und der über die Kriegszeit – auf englisch – Tagebuch führte. Er verbreitete dieses Tagebuch online und ich las es im Netz und wenn etwas Neues kam, übersetzte ich es ins Deutsche und fügte es dem „Europäischen Tagebuch“ hinzu. Die Bezeichnung „Blog” gab es damals noch nicht.

Ein Jahr später begann der Siegeszug des Internet in der Öffentlichkeit. Am 26. März 1994 hielt der damalige amerikanische Vizepräsident Al Gore eine Rede vor der International Telecommunication Union (ITU) in Buenos Aires, in der auch Wam Kat und sein Tagebuch erwähnt wurden:

„Es gibt einen holländischen Peaceworker, Wam Kat, der von Zagreb aus ein elektronisches Tagebuch im Internet verbreitet hat und seine Beobachtungen über das Leben in Kroatien mit den Menschen im Netz teilt. Viele Menschen haben Geld gespendet, nachdem sie das Tagebuch von Kat gelesen hatten. In einer Stadt, die vom Krieg zerstört war, konnten damit 25 Häuser wieder aufgebaut werden. Es war keine Regierung und keine Behörde, die das veranlasst hat. Es waren die Menschen. Solche Dinge lassen für die Zukunft hoffen.”

Und hier sind wir jetzt, in dieser Zukunft.

Ich freue mich mit Ihnen, mit euch auf das Weitere.

Tags: Anfänge
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